Gebäude­versicherung für das Fachwerkhaus: Was die DEVK abdeckt

Veröffentlicht am 28.08.2025,
zuletzt aktualisiert am 01.11.2026
Jochen Verbeet
Giebel eines historischen Fachwerkhauses mit rotem Gebälk als Motiv zur Gebäudeversicherung für das Fachwerkhaus

Ein Fachwerkhaus ist kein gewöhnlicher Altbau. Das tragende Gerüst ist aus Holz, die Gefache aus Lehm, Ziegel oder Bruchstein, die Elektrik oft über Jahrzehnte gewachsen. Wer so ein Haus besitzt, will vor allem eines wissen: Was zahlt die Gebäudeversicherung, wenn es brennt, wenn Wasser in die Balken läuft oder wenn ein Sturm das Dach abdeckt? Dieser Beitrag beantwortet das aus Sicht der DEVK. Er zeigt, welche Variante welche Risiken abdeckt, wie die Versicherungssumme entsteht und wo die Grenzen liegen.

Kurz vorweg: Wir sind eine DEVK-Agentur mit Büro in Heinsberg und betreuen Kunden in ganz Deutschland digital. Betreuung und Beratung übernehmen wir gern, wenn Sie bei uns abschließen möchten. Haben Sie bei der DEVK keinen persönlichen Betreuer, sind Sie bei uns ebenfalls richtig. Geht es um eine allgemeine Frage oder einen Schaden zu einem Vertrag, der von einer anderen Agentur betreut wird, kommen Sie über die DEVK-Servicenummer 0800 4757757 schneller ans Ziel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Fachwerkhaus versichern Sie bei der DEVK über die reguläre Wohngebäudeversicherung im Tarif 2026. Einen eigenen Fachwerktarif braucht es dafür nicht.
  • Für Holzbauten wichtig sind Seng- und Schmorschäden und grobe Fahrlässigkeit. Beides ist in Basis begrenzt, in Premium bis zur Versicherungssumme versichert.
  • Schwamm und holzzerstörende Pilze sind ausgeschlossen. Feuchtigkeitsschäden durch mangelnde Instandhaltung zahlt keine Gebäudeversicherung.
  • Die Versicherungssumme muss die handwerkliche Bauweise abbilden. Stimmt sie, verzichtet die DEVK auf einen Abzug wegen Unterversicherung.
  • Steht das Haus unter Denkmalschutz, sind Mehrkosten durch Auflagen der Denkmalbehörde im Tarif 2026 in allen Varianten versichert.

Kann man ein Fachwerkhaus bei der DEVK versichern?

Ja. Das Fachwerkhaus läuft bei der DEVK über die normale Wohngebäudeversicherung, also über dieselben Bedingungen wie jedes andere Wohnhaus. Versichert sind Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel, auf Wunsch zusätzlich Elementargefahren wie Überschwemmung, Rückstau oder Schneedruck. Welche Leistungen in den Varianten Basis, Komfort und Premium stecken, zeigt unser Überblick zur DEVK Gebäudeversicherung im Tarif 2026. Hier geht es um die Punkte, die beim Fachwerk den Unterschied machen.

Die Bauweise fließt über die Antragsfragen in die Bewertung ein. Daraus ergeben sich Beitrag und Versicherungssumme. Ob die DEVK ein bestimmtes Haus annimmt und zu welchen Bedingungen, hängt am Einzelfall: Zustand, Dach, Heizung, Lage und Nutzung spielen zusammen. Das klären wir vor dem Antrag, damit es später keine Überraschung gibt.

Brand, Schmorschaden, Kaminofen: das größte Risiko im Fachwerk

Ein Holzgerüst brennt anders als eine Ziegelwand. Ein Kabelbrand in der Wand, ein überhitzter Ofen oder ein Funke im Gebälk richten im Fachwerk schnell mehr an als im Massivbau. Dazu kommt ein Schadenbild, das oft unterschätzt wird: der Seng- oder Schmorschaden. Gemeint ist eine Beschädigung durch Hitze, ohne dass es richtig brennt. Ein verkohlter Balken neben dem Ofenrohr, eine angeschmorte Verteilerdose, ein dunkler Fleck an der Decke über der Lampe.

Genau hier unterscheiden sich die Varianten deutlich:

Leistung im Tarif 2026BasisKomfortPremium
Seng- und Schmor­schädenbis 1.000 €bis 15.000 €bis Versicherungs­summe
Grobe Fahr­lässigkeitbis 10.000 €bis Versicherungs­summebis Versicherungs­summe
Mehrkosten durch Auflagen der Denkmal­behördeversichertversichertversichert
Mehrkosten für baubiologische Baustoffe, z. B. Lehm oder Naturdämmungnicht versichertnicht versichertbis 1.000 €, ab einem Schaden über 20.000 €
Sachverständigen­kostennicht versichertab einem Schaden über 40.000 €ab einem Schaden über 20.000 €

Quelle: DEVK Versicherungsbedingungen VGB 2026, Stand 02/2026, sowie Produktinformation 08507-401/07/2026.

Die grobe Fahrlässigkeit ist im Fachwerk kein Randthema. Die Kerze auf dem Fensterbrett, der Kaminofen, der beim Verlassen des Hauses noch glüht, der Heizlüfter im Bad: Wird ein solcher Schaden als grob fahrlässig gewertet, darf ein Versicherer die Leistung kürzen. In Komfort und Premium verzichtet die DEVK darauf bis zur Versicherungssumme. Für ein Fachwerkhaus halten wir Komfort deshalb für die Untergrenze und Premium oft für die bessere Wahl.

Zur Sorgfalt gehört trotzdem, was die Bedingungen ohnehin verlangen: Sie müssen gesetzliche und behördliche Sicherheitsvorschriften einhalten. Bei Ofen und Kamin heißt das vor allem die regelmäßige Abnahme durch den Schornsteinfeger. Alte Elektrik ist kein Ausschlussgrund, aber ein Thema für das Gespräch, weil sie das Risiko und damit die Einschätzung beeinflusst.

Leitungswasser und Feuchtigkeit: was versichert ist und was nicht

Wasser ist für Holz das zweite große Risiko. Ein geplatztes Rohr im Winter, eine undichte Verbindung unter der Dusche, eine Leitung, die jahrelang unbemerkt in den Balken tropft. Plötzliche Leitungswasserschäden sind in allen Varianten versichert.

Zwei Dinge sind beim Fachwerk aber ausdrücklich nicht versichert:

  • Schwamm und holzzerstörende Pilze. Der Ausschluss steht in den Bedingungen gleich zweimal, im Überblick und bei den Leitungswasserschäden. Auch wenn der Pilz nach einem Rohrbruch entsteht, zahlt die Gebäudeversicherung den Schwammbefall selbst nicht.
  • Schäden durch fehlende Instandhaltung. Schlagregen, der durch eine offene Fuge zieht, aufsteigende Feuchte im Sockel oder Holzschädlinge wie der Hausbock gehören zu keiner versicherten Gefahr. Die Bedingungen verlangen ausdrücklich, Dächer, Außenflächen und wasserführende Anlagen in ordnungsgemäßem Zustand zu halten.

Daraus folgt eine einfache Regel: Je schneller ein Wasserschaden gemeldet und getrocknet wird, desto eher bleibt er ein versicherter Leitungswasserschaden und wird nicht zum Schwammfall. Bei Fachwerk lohnt deshalb ein Leckagemelder unter Waschmaschine, Spüle und Heizungsverteilung.

Wie die Versicherungssumme beim Fachwerkhaus entsteht

Die DEVK versichert ein Fachwerkhaus im Summentarif zum gleitenden Neuwert. Das ist der Betrag, den ein ortsüblicher Neubau des Gebäudes heute kosten würde, bemessen nach Größe, Ausstattung und Ausbau. Ausgedrückt wird er im sogenannten Wert 1914, den die DEVK jedes Jahr an die Baupreise anpasst.

Für ein Fachwerkhaus ist das die entscheidende Stelle. Ein Fachwerk wieder herzustellen, mit Zimmermannsarbeit, Lehmputz und Holzverbindungen, ist aufwendiger als ein moderner Neubau gleicher Fläche. Fließt das bei der Ermittlung der Summe nicht ein, ist das Haus unterversichert.

Die DEVK erkennt die Summe als richtig an, wenn Sie die Antragsfragen zu Größe, Ausbau und Ausstattung zutreffend beantworten oder wenn ein Bausachverständiger den Wert schätzt und die DEVK diese Schätzung anerkennt. Dann gilt der Unterversicherungsverzicht: Im Schadenfall wird nicht gekürzt, weil die Summe zu niedrig war. Bauen Sie später um oder aus, müssen Sie das melden, sonst entfällt dieser Schutz für den Mehrwert.

Ist Ihr Fachwerkhaus richtig bewertet? Viele Altverträge laufen seit Jahrzehnten mit einer Summe, die nie überprüft wurde. Schicken Sie uns Baujahr, Wohnfläche, Ausstattung und ein paar Fotos. Wir sagen Ihnen, ob Summe und Variante zu Ihrem Haus passen. Ob ein Wertgutachten sinnvoll ist, klären wir im selben Gespräch. Angebot für Ihr Fachwerkhaus anfragen oder anrufen unter 02452 978292.

Fachwerk unter Denkmalschutz

Viele Fachwerkhäuser sind eingetragene Baudenkmale oder stehen in einem geschützten Ortskern. Nach einem Schaden schreibt die Denkmalbehörde dann oft vor, wie wiederaufgebaut wird: mit Eichenholz statt Fichte, mit Lehm statt Gipskarton, mit Sprossenfenstern statt Isolierglas. Das kostet mehr als ein Neubau.

Diese Mehrkosten durch behördliche Wiederherstellungsbeschränkungen sind im DEVK Tarif 2026 in allen drei Varianten versichert, ebenso Preissteigerungen, wenn sich der Wiederaufbau wegen der Behörde verzögert. Ältere DEVK-Tarife hatten dafür teils prozentuale Grenzen. Was das im Einzelnen bedeutet, erklären wir im Beitrag zur Gebäudeversicherung für ein denkmalgeschütztes Haus.

Wichtig für bestehende Verträge: Wird ein Haus erst nach Vertragsschluss unter Denkmalschutz gestellt, ist das eine Gefahrerhöhung und muss der DEVK gemeldet werden.

Dach, Lage und Elementarschutz

Fachwerkhäuser stehen häufig in alten Ortskernen, an Flüssen oder in Tallagen, also dort, wo Hochwasser und Starkregen besonders zuschlagen. Die Grunddeckung zahlt bei Sturm und Hagel, aber nicht bei Überschwemmung oder Rückstau. Dafür gibt es den Elementarschutz. Bei einem Holzbau, der nach einer Überflutung über Monate trocknen muss, halten wir ihn für unverzichtbar.

Hat Ihr Fachwerkhaus ein Reet- oder Strohdach, ändert das die Risikoeinschätzung deutlich. Ob und zu welchen Bedingungen die DEVK ein weich gedecktes Haus versichert, klären wir vor dem Antrag.

So versichern Sie Ihr Fachwerkhaus bei uns

Wir betreuen Eigentümer von Fachwerkhäusern in ganz Deutschland per Telefon und Video. So läuft es ab:

  • Kurzes Erstgespräch über Haus, Zustand, Heizung, Dach und Nutzung.
  • Unterlagen: Baujahr, Wohnfläche, Fotos von außen und vom Dach, falls vorhanden ein Gutachten oder der bisherige Versicherungsschein.
  • Angebot mit Ihrer Versicherungssumme, auf Wunsch Komfort und Premium nebeneinander. In der Regel innerhalb eines Werktags.
  • Abschluss per digitaler Unterschrift. Danach betreut Sie unser festes Team, auch im Schadenfall.

Auf dieser Seite geht es darum, was die DEVK für Ihr Fachwerkhaus leistet. Wer verstehen will, wie Bauweise, Holzschutz und Schadenbilder im Fachwerk im Detail zusammenhängen, findet das ausführlich in unserem Ratgeber zu Risiken und Schutz von Fachwerkhäusern.

Sie überlegen, welche Variante zu Ihrem Fachwerkhaus passt? Ob Komfort reicht oder Premium sich bei Ihrem Ofen, Ihrer Elektrik und Ihrem Dach rechnet, prüfen wir in wenigen Minuten. Jetzt Beratung vereinbaren oder direkt anrufen unter 02452 978292. Haben Sie schon einen DEVK-Vertrag über eine andere Agentur, ist diese Ihr Ansprechpartner. Wissen Sie nicht, wer zuständig ist, hilft die DEVK-Servicenummer 0800 4757757.

Häufige Fragen zur Gebäudeversicherung für Fachwerkhäuser

Versichert die DEVK Fachwerkhäuser?

Ja. Fachwerkhäuser werden über die reguläre DEVK Wohngebäudeversicherung im Tarif 2026 versichert. Ob ein bestimmtes Haus angenommen wird und zu welchen Bedingungen, hängt von Zustand, Dach, Heizung, Lage und Nutzung ab.

Sind Fachwerkhäuser automatisch denkmalgeschützt?

Nein. Viele Fachwerkhäuser sind Baudenkmale, aber nur, wenn sie in die Denkmalliste eingetragen sind oder in einem geschützten Bereich liegen. Auskunft gibt die untere Denkmalbehörde Ihrer Gemeinde.

Was kostet die Gebäudeversicherung für ein Fachwerkhaus?

Der Beitrag hängt an Versicherungssumme, Lage, Elementarzone, Dachart und Variante. Eine Pauschale wäre unseriös. Mit Baujahr, Wohnfläche und ein paar Fotos erstellen wir Ihnen ein konkretes Angebot.

Ist Schwamm im Fachwerkhaus versichert?

Nein. Schwamm und holzzerstörende Pilze sind in den DEVK-Bedingungen ausdrücklich ausgeschlossen, auch wenn sie nach einem Leitungswasserschaden entstehen. Versichert ist der Leitungswasserschaden selbst.

Sind Schäden durch einen Kaminofen versichert?

Ja, Brand- sowie Seng- und Schmorschäden sind versichert. Seng- und Schmorschäden zahlt die DEVK in Basis bis 1.000 Euro, in Komfort bis 15.000 Euro und in Premium bis zur Versicherungssumme. Der Ofen muss den Sicherheitsvorschriften entsprechen.

Brauche ich für ein Fachwerkhaus einen Elementarschutz?

Wir empfehlen ihn fast immer. Die Grunddeckung zahlt nicht bei Überschwemmung, Starkregen mit Überflutung oder Rückstau. Ein durchnässtes Holzgerüst ist teuer zu sanieren.

Welche Variante ist für ein Fachwerkhaus sinnvoll?

Komfort ist die Untergrenze, weil grobe Fahrlässigkeit dort bis zur Versicherungssumme versichert ist. Premium deckt zusätzlich Seng- und Schmorschäden ohne Grenze und übernimmt Sachverständigenkosten schon bei kleineren Schäden.

Ihr Ansprechpartner

Mein Name ist Jochen Verbeet. Ich bin seit 2009 für die DEVK tätig und führe mit meinem Team eine Agentur in Heinsberg. Wir betreuen Privat- und Gewerbekunden vor Ort und bundesweit digital. Historische Gebäude sind seit Jahren mein Schwerpunkt, vom Fachwerkhaus über den Resthof bis zum Haus im Ensembleschutz. Für Einrichtung und Haftung lohnt ein Blick auf die Hausratversicherung und die Haftpflichtversicherung.

Stand: November 2026. Dieser Beitrag gibt den Informationsstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und ersetzt keine individuelle Beratung. Maßgeblich sind die zum Abschluss gültigen Versicherungsbedingungen der DEVK, insbesondere die VGB 2026.

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